Vortrag: Kindgerechter Umgang mit Medien

Über einen kindgerechten Umgang mit und die Gefahren durch Medien informierte Polizeihauptmeisterin Hakenjos.
„Im Internet gibt es viele Gefahren, die keiner kennt“, betont Hakenjos. „Aber wir verteufeln das Internet nicht. Im Gegenteil, es gibt auch viele positive Aspekte, man kann dadurch viel lernen. Aber man muss eben auch die Gefahren kennen.“ Dabei sind nicht nur die Kinder selbst gefragt, sondern auch die Eltern. „Die Kinder sind im Umgang mit digitalen Medien sehr fit, aber sie können die Gefahren oft nicht einschätzen. Da sind auch die Eltern gefragt, ihre Kinder zu begleiten und zu sensibilisieren. Die Eltern bringen ihren Kindern die Gefahren der analogen Welt bei, aber die Gefahren im Internet sind bei weitem nicht so gut bekannt.“ Die Kinder sind oft so in ihrer digitalen Welt verankert, dass sie die Risiken nicht erkennen. „Man merkt, dass sie untereinander so sprechen wie in der digitalen Welt, mit vielen Schimpfwörtern. Das ist ein Problem, denn solche Sprachmuster sind oft auch im Internet zu finden“, erklärt sie.
Ein weiteres großes Thema, das Hakenjos anspricht, ist die Gewalt, die Kinder mittlerweile als „normal“ wahrnehmen. „Ein Sechstklässler sagte mir einmal, dass er das erste Video, das er sah, noch schlimm fand, aber mittlerweile sei es irgendwie normal geworden“, erzählt sie.
Für Hakenjos liegt der Schlüssel zur Prävention auch in der Aufklärung der Eltern. „Die Eltern sollten ihre Kinder frühzeitig über alles aufklären, was mit Sexualität zu tun hat“, betont sie. „Wenn das nicht passiert, erfahren die Kinder alles aus dem Internet und bekommen ein verzerrtes Bild.“ Je offener Eltern mit ihren Kindern über solche Themen sprechen, desto weniger Prävention müsse später betrieben werden.