Die Auflösung: Experiment des Monats-April 2009
Das Experiment des Monats (Trichterball) ist beschrieben auf der rechten Seite unter der Kategoirie EXPERIMENT DES MONATS.
Hier die treffendste Erklärung:  Die Luft geht am Ballrand vorbei, darum ist am Rand des Balls viel Luft und über dem Ball wenig Luft. Deswegen fliegt der Ball nicht hoch.    (Senda R.)
Wer das Experiment noch ein wenig mehr physikalisch verstehen will, kann hier weiterlesen:
Anstatt sich heraus schleudern zu lassen, dreht sich der Ball zwar um die eigene Achse, klebt aber träge im Trichter fest. Und zwar umso fester, je stärker man pustet. Wer ganz viel Puste hat, schafft es sogar, den Trichter umzudrehen, ohne dass der Ball herausfällt! Verantwortlich dafür ist der Luftzug, der an dem Ball vorbei strömt. Er hebt den Tischtennisball zwar an, stößt ihn aber auch nicht zu weit weg. Die um den Ball herum strömenden Luftteilchen müssen einen längeren Weg zurücklegen als wenn sie einfach geradeaus „fliegen” könnten. Der Wissenschaftler Daniel Bernoulli (1700-1782) hat herausgefunden, dass schnell strömende Teilchen einen Unterdruck erzeugen. Die den Tischtennisball weiter außen umgebenden Luftschichten wollen den Unterdruck wieder ausgleichen (Sogwirkung) und drücken den Ball in den Trichter hinein!
Dieser Versuch ist ein schönes Beispiel für „Paradoxien”. In der Natur kommt es vor, dass etwas geschieht, was auf den ersten Blick unlogisch ist. Normalerweise sollte der Tischtennisball aus dem Trichter fliegen, wenn man durch die Tülle pustet. Der Ball verhält sich anders, als wir es aus unserer Erfahrung heraus vermuteten. Das scheint unlogisch – die Wissenschaftler sagen „paradox”.
Erst wenn man genauer überlegt und ausdauernd experimentiert (Wissenschaftler nennen das „forschen”) kommt man auf die richtige Lösung. Weil die Luft einen Sog ausübt, wenn sie am Ball vorbeiströmt, wird der Ball im Trichter festgehalten.
In unserer Welt gibt es jede Menge Vorgänge, die wir uns nicht so einfach erklären können, man nennt sie „Paradoxien”. Ganz schlimm wurde es mit Albert Einstein (1879-1955), dem wir die Relativitätstheorie zu verdanken haben. Konnte man bisher alles noch einigermaßen logisch erklären, gab es seitdem jede Menge Erscheinungen, die unserer Alltagserfahrung scheinbar widersprechen.
Dass die Zeit immer langsamer vergeht, je schneller man sich bewegt. Dass die Uhren am Erdboden schneller ticken als auf den Bergen. Dass Dinge schwerer werden, je schneller sie sich bewegen. Dass der Raum gekrümmt sein kann, Lichtstrahlen verbogen werden können und noch etliches Sonderbares mehr. Man kann es hinnehmen, dass es im Weltraum Schwarze Löcher gibt, die Planeten schlucken und viel schwerer sind als die Erde, obwohl sie so groß wie ein Stecknadelkopf sind. Letztendlich verstehen kann man es nicht, weil wir in unserem Alltag auf der Erde diese Erfahrungen nicht so machen, dass wir sie nachvollziehen können.

