Sonntag, den 16. November 2008
Überall schallt es: „Deutschland darf nicht abhängen! Wir müssen etwas tun für hochbegabte Kinder! Die „Elite” muss gefördert werden!” Und so entstehen Elite-Universitäten, für Kinder werden Kinder-Unis und Hochbegabtenprogramme veranstaltet, man schult möglichst mit 5 Jahren ein und die Medien stürzen sich auf sogenannte Wunderkinder, die dann als Vorbilder herausgestellt werden.
Immer mehr Eltern werden verunsichert und glauben, sie versäumten etwas, wenn ihr Kind den letzten freien Nachmittag nicht noch mit einem Hochbegabten-Spezialprogramm verbringt.

So oder so?

An unserer Schule sehen wir durchaus, dass es Kinder mit unterschiedlichen Begabungen und Lernvoraussetzungen gibt. Deshalb vergeben wir aber bewusst nicht den Stempel „Hochbegabt!”, weil die Persönlichkeit eines Kindes wesentlich mehr umfasst als nur die Fähigkeit, Wissen anzuhäufen.
Auch wenn es die Medien anders darstellen: Wer bei „Wer wird Millionär” alle Fragen beantworten kann, ist noch lange nicht gebildet! Im übrigen gibt es hochbegabte Bankräuber und hochintelligente kriminelle Wirtschaftsmanager, denen aber offensichtlich wichtige Kompetenzen fehlen.
Bildung umfasst mehr als das, womit man heute sogenannte Hochbegabte schmückt!
Darum machen wir an unserer Schule zahlreiche Angebote für alle unsere Schüler statt nur für sogenannte Hochbegabte. Auch im Unterricht differenzieren unsere Lehrkräfte so, dass der gefordert wird, dem das Lernen leichter fällt, und der gefördert wird, der beim Lernen mehr Zeit braucht!
Und in besonderen Fällen raten wir auch dazu, die Eingangsstufe um ein Jahr abzukürzen.
Ein jedes Kind ist begabt – wir sehen unsere Aufgabe gerade darin, im Kind alles das zu entwickeln, was in ihm an Möglichkeiten angelegt ist! Darum nennen wir uns nicht einfach „Grundschule”, sondern: „Entwicklungszentrum für Begabungen”.
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