Montag, den 3. November 2008
Wir verstehen unsere Schule als “Lernende Organisation”. Unser Anspruch: Eine Schule, in der Kinder lernen sollen, sollte selbst auch auf allen Gebieten lernen. Eine “Lernende Organisation Schule” hat selbstverständlich einen effizienten und optimal gestalteten Unterricht im Blick, will aber bewusst darüber hinaus alle weiteren Elemente mitberücksichtigen und beeinflussen, welche die Qualität des Unterrichts positiv oder negativ beeinträchtigen können.
Faktoren wie Teamarbeit, Führungsstil, Kommunikation, Zeitkultur, Persönlichkeitsentwicklung, Elternzusammenarbeit, Fortbildung oder Konferenzkultur bestimmen ganz entscheidend die schulische Arbeitszufriedenheit und den Arbeitserfolg mit.
Die Erfahrung zeigt, dass Veränderungen, die nur auf die einzelnen Personen oder eine Gruppe zielen, nicht dauerhaft bleiben, wenn sich die Struktur des Arbeitsumfeldes nicht verändert. Der Ansatz der Organisationsentwicklung (OE) ermöglicht die Selbstentwicklung der Mitarbeiter/-innen und eine Selbsterneuerung der gesamten Organisation Schule vor Ort. Dabei wird die einzelne Schule als Ort der Veränderung gesehen.
OE ist ein offenes, planmäßiges, zielorientiertes und langfristiges Vorgehen
im Umgang mit Veränderungsabsichten in einem sozialen System,
wie es die Schule darstellt. Grundlage ist eine gemeinsame
Situationsanalyse und der Ansatz bei den Alltagsproblemen.
Wer sich auf einen OE-Prozess einlässt,
- nimmt sich die dafür nötige Zeit,
- bezieht alle Betroffenen aktiv ein,
- ist bereit, sich und sein Verhalten zu hinterfragen,
- ist offen für neue Denkansätze und Visionen
- und ist gewillt, bewusst mehr Freiheit und Verantwortung zu tragen.
OE geschieht immer in einem prozessorientierten Vorgehen,
d.h. alles vollzieht sich in einem gemeinsamen Entwicklungsweg, der immer wieder neu reflektiert und kontinuierlich weitergeführt wird.
Dabei werden alle Einflusskomponenten immer im Systemzusammenhang berücksichtigt und alle als wirksam erkannten Kräfte werden in den Problemlösungsprozess mit einbezogen. Die Betroffenen selbst sind die, welche die Veränderung steuern, und diese Veränderung vollzieht sich in dem Tempo, wie es die Beteiligten schaffen und ermöglichen.
Dieser Entwicklungsweg ist zwar nicht konfliktfrei, aber er hilft, mit Konflikten konstruktiver umzugehen. Er macht damit handlungsfähiger und lässt die schulische Arbeit sinnerfüllter werden.
Wir sind auf diesem Weg und profitieren von den guten Erfahrungen!
“Bevor wir Entscheidungen treffen, nehmen wir uns die Zeit, um uns mit großer Aufmerksamkeit für die Sachlage die Kompetenz zu erwerben, die für eine gute Entscheidung notwendig ist.”
Eine Organisation, die den Heranwachsenden das Lernen vermitteln will, kann dies nur tun, wenn sie selbst lernt. Es gehört also zur professionellen Aufgabe einer jeden Mitarbeiterin und eines jeden Mitarbeiters in der Schule, dazuzulernen.
Das Wissen, die Kompetenz, sind an unserer Schule die Grundlage von Entscheidungen, nicht Rangstufen oder Stellungen in der Hierarchie.
Das setzt voraus, dass man sich Zeit nimmt, um seine Arbeit kritisch zu reflektieren, und dass man mit großer Aufmerksamkeit das Geschehen in der Schule verfolgt und damit erst erkennt, was gut läuft und was verbessert werden kann.
Wir sind achtsam und prüfen,
ob wir die Dinge richtig machen und
ob es überhaupt die richtigen Dinge sind,
ob wir manche Dinge anders machen müssen
oder ob es sinnvoll ist, ganz andere Dinge zu machen!